"Eine mutige Gruppe aus Nienburg, die während der Belagerung der Stadt durch den Feldherrn Tilly eine besondere Heldentat vollbrachte"
Im Jahre 1618 löste der Fenstersturz zu Prag den Dreißigjährigen Krieg aus. Die Stadt Nienburg blieb die ersten Jahre weitgehend verschont. Am 28. August 1625 stand jedoch ein starkes kaiserliches Heer unter dem Befehl des Feldherren Tilly vor den Wällen und Toren der Stadt.
3000 Dänen unter Oberst Limbach verteidigten zusammen mit den Bürgern die Festung Nienburg. Sie wehrten alle Angriffe der Kaiserlichen erfolgreich ab und gingen sogar zu Gegenangriffen über.
Es soll eine Gruppe einfachen aber mutigen Bürgern gewesen sein, die sich zusammenschlossen und bei einem nächtlichen Ausfall eine Fahne und ein Zelt von Tilly als Trophäe erbeuteten. Trotz seines Zorns über diese Frechheit gelang es Tilly nicht, die Stadt Nienburg einzunehmen. Die Belagerung wurde schließlich aufgegeben.
An diese Tat wird heute noch beim alljährlichen Nienburger Scheibenschiessen am ersten Montag nach Johanni (24. Juni) erinnert. Das "Wählige Rott" nimmt an diesem großen Traditionsfest regelmäßig in originalgetreuen, bunten historischen Kostümen teil. Eine Nachbildung des Tillyzeltes ist ebenfalls auf dem als "Scheibenplatz" bekannten Festplatz aufgebaut.
Früher und Heute
Scheibenschießen 1925
Der Fresenhof
Registergericht: Amtsgericht Walsrode
Registernummer: VR 130460
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